[Rezension] 60 Andachten, inspiriert durch Frauen der Bibel

Manchmal sind es genau die leisen Bücher, die einen mitten im Alltag finden – jene, die nicht laut rufen, sondern sanft die Hand heben und sagen: „Nimm dir einen Moment für dich.“
So ging es mir mit diesem Andachtsbuch. Ich habe es nicht bewusst gesucht, aber irgendwann war es einfach da – und fühlte sich sofort richtig an.

Seit einiger Zeit versuche ich, meinen Morgen mit einem kleinen Stück Stille zu beginnen. Ein paar Minuten, in denen die Welt kurz langsamer wird und mein Herz ein bisschen näher an Gott rückt. Dieses Buch durfte mich dabei begleiten – und ich hätte nicht gedacht, wie sehr mich die Geschichten der biblischen Frauen berühren würden. Manche kannte ich, viele nicht, und doch hatte jede von ihnen etwas zu sagen.

Bevor ich euch erzähle, warum dieses Andachtsbuch für mich zu einem kleinen Schatz geworden ist, kommt hier zuerst der Klappentext:

Eva, Hannah, Rahel, Maria – das alles sind bekannte Frauen der Bibel. Aber hast du schon mal von Pua, Scheera, Junia oder Tryphosa gehört? Auch diese Frauen sind in der Bibel zu finden und können dir helfen, neue Stärke und Weisheit zu sammeln und zu entdecken, was deine Identität als Frau in Gottes Augen ausmacht.
Jede der 60 Andachten beleuchtet das Leben einer Frau der Bibel – von mutigen Heldinnen wie Deborah und Ruth bis hin zu nahezu unbekannten Frauen, die in schwierigen Zeiten ihren Glauben bewahrten. Ihre Lebensgeschichten bieten wertvolle Lektionen für moderne Frauen, egal ob sie auf der Suche nach Orientierung, spirituellem Wachstum oder täglicher Inspiration sind.

Ein Andachtsbuch, perfekt geeignet für die persönliche stille Zeit, zum täglichen Bibelstudium oder als Teil eines Bibelkreises. Es hilft, den alltäglichen Herausforderungen zu begegnen, und bietet mit den weiterführenden Fragen praktische Weisheit, die ins tägliche Leben spricht.

Ein paar Gedanken zum Buch 

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie dieses Buch zu mir gefunden hat – vermutlich über Instagram, das passiert mir ja öfter. Aber eines weiß ich sicher: Ich suche mir meine Andachtsbücher mit viel Herz aus. Jeden Morgen ein paar Minuten Stille, ein bisschen Einkehr, ein bisschen Nähe zu Gott – das ist mir wichtig. Und dieses Buch durfte als zweites Begleiter meiner stillen Zeit bei mir einziehen.

Manche der Frauen, von denen hier erzählt wird, sind mir natürlich vertraut. Andere kannte ich bisher nur dem Namen nach – und wieder andere waren für mich völliges Neuland. Und genau das hat dieses Buch für mich so besonders gemacht: Es öffnet Türen zu Geschichten, die man im Alltag leicht übersieht, und lädt ein, die Vielfalt biblischer Frauen neu zu entdecken.

Jede Andacht ist wie ein leiser, warmer Impuls. Informativ, inspirierend und voller kleiner Momente, die zum Innehalten einladen. Oft saß ich da und dachte: So viel wusste ich gar nicht. Gerade weil ich noch nicht besonders bibelfest bin, war es für mich jeden Tag ein kleines Geschenk, etwas Neues lernen zu dürfen.

Dieses Buch zeigt so eindrücklich, wie unterschiedlich Frauen in der Bibel sind: mutig, stark, zweifelnd, verletzt, hoffnungsvoll, standhaft, manchmal voller Brüche – und gerade dadurch so wunderbar menschlich. Keine Schablone, kein einheitliches Bild, sondern echte Vielfalt, die berührt.

Sehr schön fand ich auch die Fragen zur Selbstreflexion am Ende jedes Kapitels. Sie holen die alten Geschichten liebevoll in unseren Alltag und helfen, die eigenen Gedanken zu sortieren. Und nicht zuletzt ist das Buch einfach wunderschön gestaltet – ein Detail, das mein Herz immer ein bisschen höherschlagen lässt.

Was ich sehr schätze: Das Buch verschweigt die schweren Geschichten nicht. Auch Frauen wie Dina oder Tamar bekommen ihren Raum. Manchmal hätte ich mir eine etwas einfühlsamere Ausdrucksweise gewünscht, aber ich finde es wichtig, dass auch diese Themen angesprochen werden. Die Andachten selbst sind bewusst kurz gehalten – perfekt für zwischendurch, auch wenn dadurch oft nur ein Aspekt im Mittelpunkt steht. Doch gerade das macht neugierig, tiefer einzutauchen.

Besonders spannend fand ich, wie viele Themen der biblischen Frauen heute noch eine Rolle spielen – zum Beispiel bei den Töchtern Zelofhads. Ihre Fragen, Kämpfe und Entscheidungen fühlen sich oft erstaunlich modern an. Durch die chronologische Führung bleibt außerdem ein roter Faden spürbar, der das große Ganze sichtbar macht.

Am Ende bleibt für mich dieses warme Gefühl: Frauen in der Bibel waren niemals nur „brav“ oder „still“. Sie waren lebendig. Unterschiedlich. Stark. Und zutiefst menschlich.
Und genau deshalb lohnt sich dieses Buch so sehr.

Kommentare