[Rezension] Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte - T. J. Klune

Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte von T. J. Klune

Manche Bücher sind keine bloßen Geschichten, sondern fühlen sich an wie ein sicherer Ort. Wie ein leiser Moment, in dem man durchatmet, sich verstanden fühlt und ein kleines bisschen Hoffnung mitnimmt. Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte ist genau so ein Buch für mich.

Es erzählt nicht von großen Abenteuern oder dramatischen Wendungen, sondern von Menschlichkeit, Wärme und der Magie, die entsteht, wenn man lernt, hinter Regeln und Vorurteile zu blicken. Bevor ich euch erzähle, warum mich diese Geschichte so berührt hat, kommt hier erst einmal der Klappentext:

Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte Cover

Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre.

Linus’ eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus auf einer abgelegenen Insel genauer unter die Lupe nehmen.

Dort stellt Linus schnell fest, dass die Schützlinge alles andere als gewöhnlich sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels. In diesem Heim kommt Linus mit seinen Regeln nicht weit, und eher widerwillig lässt er sich auf ein Abenteuer ein, das sein Leben für immer verändern wird …

Eine Geschichte wie eine warme Umarmung

Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte war mein zweites Buch von T. J. Klune. Nachdem ich zuvor bereits Aus Sternen und Staub als E-Book gelesen hatte, durfte auch dieses Buch auf elektronische Weise bei mir einziehen. Gekauft habe ich es im Angebot und dann lag es ehrlich gesagt eine ganze Weile auf meinem Tolino, bevor ich endlich dazu gegriffen habe.

Der Schreibstil war wieder einfach großartig. Ich habe das Buch unglaublich gern gelesen und tatsächlich auch sehr schnell. T. J. Klune erschafft Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen. Ich habe gelacht, ich habe geweint und jede einzelne Seite genossen.

Besonders berührt hat mich Linus’ Entwicklung: vom pflichtbewussten, regelverliebten Beamten hin zu einem warmherzigen, offenen Menschen. Die Kinder im Heim sind einzigartig und liebenswert, jedes von ihnen trägt seine eigene Magie in sich.

Auch die Insel Marsyas ist ein Ort, der im Gedächtnis bleibt. Sie fühlt sich an wie eine kleine Welt für sich, voller Wunder, Geheimnisse und leiser Magie.

Das Buch spricht wichtige Themen an: Toleranz, Akzeptanz und das Überwinden von Vorurteilen, verpackt in einer charmanten, humorvollen und sehr sanften Erzählweise.

Für mich ist dieses Buch wie eine Umarmung. Kein lauter, dramatischer Roman, sondern eine Geschichte über das Leben und darüber, wie man es ein kleines bisschen schöner machen kann. ❤️

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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