[Rezension] Du bist mein Lieblingsgefühl - Kyra Groh

Manche Bücher brauchen einfach den richtigen Moment – und genau so war es bei Du bist mein Lieblingsgefühl. Obwohl ich das Buch schon vor längerer Zeit begonnen habe, habe ich es erst jetzt beendet – und mich gefragt, warum ich so lange gewartet habe. Denn diese Geschichte ist nicht nur unterhaltsam und witzig, sondern auch tiefgründig, berührend und überraschend ehrlich. Kyra Groh erzählt von Missverständnissen, dem Chaos der Gefühle und davon, wie kompliziert und schön die Liebe sein kann – auf eine wunderbar echte Art.

Klappentext

Verliebt, verlobt, verheiratet?

Max ist ein Romantiker. Nela nicht. Als sie sich ausgerechnet in einem Brautmodenladen begegnen, schlägt jedoch bei beiden unwiderruflich der Blitz ein. Das Problem: Nela trägt bei dieser Begegnung ein Hochzeitskleid. Und Max hilft einer Frau mit ihrer Corsage. Für beide ist klar, dass der jeweils andere bald heiratet – und damit tabu ist. Doch als der Zufall Max und Nela erneut zusammenführt, werden die guten Vorsätze auf die Probe gestellt. Möge die Hochzeitssaison beginnen!

Ein paar Gedanken zum Buch

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, für das ich erstaunlich lange gebraucht habe – und das, obwohl mir die Geschichte eigentlich richtig gut gefallen hat. Besonders in der ersten Hälfte kam ich nur langsam voran, ohne genau benennen zu können, woran es lag. Vielleicht war einfach nicht der richtige Moment dafür?

Die Story selbst fand ich nämlich witzig, gefühlvoll und überraschend authentisch. Ich mochte Nela total gern – sie war eine starke, nachvollziehbare Protagonistin mit Ecken und Kanten. Auch Max war sympathisch und angenehm unaufgeregt. Die Chemie zwischen den beiden hat für mich gestimmt, das Knistern war greifbar, und die Dialoge herrlich unterhaltsam.

Allerdings habe ich mir manchmal gewünscht, dass die beiden einfach reden – viele Konflikte hätten sich durch ehrliche Gespräche schneller auflösen lassen. Aber gerade das machte die Geschichte auch so realistisch: Zwei Menschen mit Vergangenheit, Unsicherheiten und dem ganz normalen emotionalen Chaos.

Was mich wirklich beeindruckt hat, war die Tiefe der Charaktere. Beide wirkten echt, greifbar – nicht wie klassische RomCom-Figuren, sondern wie Menschen, denen man auf der Straße begegnen könnte.

Warum ich trotzdem über zwei Jahre gebraucht habe, um das Buch zu beenden? Ich weiß es nicht genau. Manchmal braucht eine Geschichte eben den richtigen Zeitpunkt – und im Januar war er da. Und rückblickend bin ich froh, dass ich drangeblieben bin.

 

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