Tage wie Buchstabensuppe von Elisabeth Büchle
Manche Bücher begleiten uns ganz leise – ohne großes Drama, ohne laute Wendungen – und erzählen stattdessen von den kleinen, oft unsichtbaren Dingen im Leben.
Tage wie Buchstabensuppe ist genau so eine Geschichte. Ein Buch, das sich Zeit nimmt für seine Figuren und ihre ganz eigenen Päckchen – und das mich auf eine andere Weise begleitet hat, als ich es erwartet hatte. Bevor ich euch mehr von meinen Eindrücken erzähle, kommt hier erst einmal der Klappentext:
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Die Goldschmiedin Kayla wagt einen Neuanfang im idyllischen Ostallgäu
und findet in einer Wohngemeinschaft ein neues Zuhause. |
Zwischen leisen Tönen und gemischten Gefühlen
Ich habe bereits einige Bücher von Elisabeth Büchle gelesen und bisher jedes einzelne sehr geliebt. Umso schwerer fällt es mir zu sagen, dass mich Tage wie Buchstabensuppe diesmal nicht ganz erreichen konnte.
Ich habe ungewöhnlich lange für dieses Buch gebraucht, habe es immer wieder zur Seite gelegt und erst später ein paar Seiten weitergelesen. Leider hat mich die Geschichte nicht so gepackt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Besonders mit Kayla bin ich nicht richtig warm geworden. Es fiel mir schwer, mich in sie hineinzuversetzen, und einige ihrer Entscheidungen konnte ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. Aber genau das ist vielleicht auch das, was Geschichten so unterschiedlich wirken lässt.
Die Idee rund um Lio fand ich gleichzeitig berührend und herausfordernd. So viel Nächstenliebe, so viel Herz – und doch war es für mich nicht immer leicht, die Dynamik der Wohngemeinschaft ganz nachzuvollziehen. Gleichzeitig bringt Lio eine besondere Tiefe in die Geschichte, weil sie oft mehr sieht, als man zunächst erwarten würde.
Viele große Themen finden hier ihren Platz: Glaube, Freundschaft, Vergebung, Liebe und Demenz. Für mich persönlich waren es vielleicht ein paar zu viele Aspekte auf einmal, sodass nicht alles die Tiefe bekommen hat, die ich mir gewünscht hätte.
Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, waren die Nebenfiguren. Die Freunde in der WG haben der Geschichte Wärme gegeben und sich für mich besonders lebendig angefühlt.
Mir ist wichtig zu sagen:
Das ist nur mein persönlicher Eindruck.
Ich habe viele begeisterte Stimmen zu diesem Buch gesehen
und kann gut verstehen, warum es andere berührt.
Vielleicht war es für mich einfach nicht der richtige Zeitpunkt.
Und genau deshalb kann es trotzdem für jemand anderen genau das richtige Buch sein. 🤍📚
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