Emerald City - All the Faded Memories – Mira Manger

All the Faded Memories von Mira Manger

Emerald City – Band 2

Manche Bücher liest man und bleibt nicht nur in der Geschichte, sondern in den Gefühlen hängen. All the Faded Memories war genau so ein Buch für mich.

Ich bin ohne große Erwartungen hineingegangen, einfach nur mit dem Wunsch, zurück nach Seattle zu reisen. Und was ich dort gefunden habe, war keine leichte Liebesgeschichte. Es war etwas Echtes. Etwas, das weh tut. Etwas, das nachhallt. Bevor ich euch erzähle, warum Lou und Stephen mich so sehr berührt haben, kommt hier erst einmal der Klappentext:

All the Faded Memories Cover

Stephen und Lou: eine bewegende Liebesgeschichte in Seattle, der berühmten Emerald City.

Lou kommt für ihren großen Traum, als Journalistin für die Emerald Post zu schreiben, nach Seattle. Als sie den Auftrag für ein exklusives Interview mit dem gefeierten Kriegshelden Stephen Renner bekommt, wittert sie ihre Chance.

Der wortkarge Stephen ist eine harte Nuss, doch Lou lässt nicht locker. Er bietet ihr einen Deal an: Sie hilft ihm bei der Renovierung seiner Lagerhalle – und bekommt im Gegenzug ihre Story.

Doch Stephens Geschichte ist eng mit ihrer eigenen verwoben. Und plötzlich kommen Lou Zweifel an ihrem Job – und an den dunklen Seiten des Journalismus. Wer will sie sein? Und was ist damals in Kabul wirklich passiert?

Zerrissen, ehrlich, tiefgehend

Ich habe All the Things that Matter beendet und ohne zu überlegen direkt zu diesem Band gegriffen. Kein Klappentext, keine Erwartungen. Einfach weiterlesen. Und ich war ehrlich überrascht, wessen Geschichte wir hier bekommen.

Lou kannten wir noch gar nicht. Stephen? Im ersten Band fast unsichtbar. Und genau das macht es so besonders. Dass ausgerechnet er so eine Geschichte bekommt. Und was für eine.

Dieses Buch hat mich nicht nur unterhalten, es hat mich berührt. Hier geht es nicht nur um Liebe. Es geht um Schuld. Um Wahrheit. Um das, was zwischen den Zeilen liegt.

Lou ist ehrgeizig, klug, zielstrebig, und plötzlich gerät genau das ins Wanken. Dieser Moment, wenn man merkt, dass der Traum, auf den man so lange hingearbeitet hat, vielleicht doch nicht der richtige ist,  das tat weh. Weil es so real ist.

Und Stephen… kein lauter Held. Kein strahlender Bookboyfriend. Sondern leise. Schwer. Zerrissen. Und genau das macht ihn so besonders.

Seine Vergangenheit hat Gewicht. Man spürt es in jeder Szene. Ich habe gelacht. Ich habe geschluckt. Und ich habe so sehr gehofft, dass sie einen Weg finden.

Für mich emotionaler als Band 1. Reifer. Tiefer.

Und definitiv eine ganz klare Leseempfehlung. 🤍📚

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