Zwischen Ende und Anfang von Jojo Moyes
Manche Bücher erzählen keine außergewöhnlichen Abenteuer und brauchen keine dramatischen Wendungen, um zu berühren. Stattdessen erzählen sie vom echten Leben – von Beziehungen, die zerbrechen, von Familien, die chaotisch und kompliziert sind, und von Menschen, die ihren Platz im Leben neu finden müssen.
Zwischen Ende und Anfang ist genau so eine Geschichte. Jojo Moyes verbindet Humor, Herzschmerz und Wärme zu einem Roman, der zeigt, dass selbst nach den größten Umbrüchen noch Hoffnung auf einen Neuanfang besteht. Bevor ich euch erzähle, warum mich die Familie Kennedy trotz kleiner Kritikpunkte gut unterhalten konnte, kommt hier erst einmal der Klappentext:
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Willkommen bei den Kennedys,
einer ganz normalen Familie –
zumindest auf den ersten Blick. |
Wenn das Leben plötzlich neu geschrieben werden muss
Jojo Moyes gehört für mich zu den Autorinnen, deren Bücher ich fast immer gerne lese. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch zufällig in einer Bücherbox am Bahnhof entdeckt habe. Manchmal hat man einfach Glück.
Ich habe Zwischen Ende und Anfang als Hörbuch gehört und besonders in der zweiten Hälfte konnte ich kaum noch aufhören zuzuhören. Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, weil die Geschichte eher ruhig beginnt. Doch nach und nach wurde sie lebendiger, emotionaler und hat mich immer mehr gepackt.
Im Mittelpunkt steht Lila, deren Leben innerhalb kürzester Zeit komplett aus den Fugen gerät. Es ist ein großes Durcheinander – und genau dieses Chaos macht die Geschichte gleichzeitig so menschlich.
Was ich an Jojo Moyes besonders schätze, ist ihre Fähigkeit, Figuren mit wenigen Worten lebendig werden zu lassen. Ihre Charaktere wirken nie perfekt, sondern echt. Sie haben Fehler, treffen fragwürdige Entscheidungen und wachsen einem gerade dadurch ans Herz.
Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass zu viele Themen gleichzeitig behandelt werden. Einige Handlungsstränge wurden nur angerissen oder später nicht mehr so ausführlich aufgegriffen, wie ich es mir gewünscht hätte. Dadurch fehlte manchen Aspekten etwas Tiefe.
Trotzdem mochte ich die zentralen Themen des Romans sehr. Es geht um Liebe – aber nicht nur um die romantische. Es geht um Familie, Vergebung, Verlust, Zusammenhalt und die Frage, was Familie eigentlich ausmacht.
Besonders berührt hat mich, wie viel Raum die Autorin den zwischenmenschlichen Beziehungen gibt. Die Entwicklung der einzelnen Figuren, ihre Konflikte und ihr Zusammenhalt haben der Geschichte viel Wärme verliehen.
Für mich ist Zwischen Ende und Anfang
eine berührende Geschichte über Familie,
Liebe und zweite Chancen.
Nicht mein Lieblingsbuch der Autorin,
aber dennoch ein Roman,
der nachhallt
und zeigt,
warum ich Jojo Moyes so gerne lese.
Von mir gibt es 4 Sterne. 🤍📚
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