Im Schatten das Licht
von Jojo Moyes
Manchmal sind es gerade die Bücher, nach denen man gar nicht gesucht hat, die einen ganz unerwartet finden. 🤍📚 Als ich Im Schatten das Licht von Jojo Moyes in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt habe, musste ich deshalb auch gar nicht lange überlegen. Ich liebe ihre Geschichten und die besondere Art, mit der sie mich immer wieder emotional erreichen kann – natürlich durfte das Buch also mit nach Hause.
Dieses Mal führt Jojo Moyes in eine Geschichte über ganz unterschiedliche Menschen, deren Wege sich unter schwierigen Umständen kreuzen. Dazu kommen Pferde, die besondere Welt des Dressurreitens, zerbrochene Beziehungen und die Frage, wie viel Mut es manchmal braucht, an einem Traum festzuhalten. Eine Mischung, bei der ich sehr gespannt war, wohin sie mich führen würde. Bevor ich euch erzähle, wie mir Im Schatten das Licht gefallen hat, kommt hier aber erst einmal der Klappentext. 🤍
Zwischen zerbrochenen Träumen, neuen Chancen und dem Mut, weiterzureiten 🐎🤍📚
Jojo Moyes gehört für mich schon lange zu den Autorinnen, deren Geschichten mich auf eine ganz besondere Art berühren können. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich Im Schatten das Licht ganz zufällig in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt habe. Natürlich durfte es mit nach Hause – und rückblickend bin ich wirklich froh darüber. 🤍📚
Schon nach den ersten Seiten wurde mir wieder bewusst, warum ich die Bücher von Jojo Moyes so gerne lese. Sie erzählt emotional, ohne dass es für mich übertrieben oder kitschig wirkt, und schafft es immer wieder, ganz unterschiedliche Menschen und Lebenswege miteinander zu verbinden.
Auch in Im Schatten das Licht treffen Charaktere aufeinander, deren Leben zunächst kaum unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite ist da die vierzehnjährige Sarah mit ihrem Großvater Henri und ihrem Pferd Boo, auf der anderen Seite Natasha und Mac, deren Ehe eigentlich längst gescheitert scheint. Nach und nach verweben sich ihre Geschichten miteinander – und gerade diese ungewöhnliche Konstellation hat für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Perspektiven innerhalb der Geschichte wechseln. Dadurch konnte ich die einzelnen Figuren, ihre Entscheidungen und vor allem ihre Gefühle viel besser verstehen. Und Gefühle gab es für mich beim Lesen wirklich einige. Ich habe mitgelitten, gehofft, mich geärgert, geflucht und natürlich sind auch ein paar Tränchen geflossen. 🥹
Sarah hat mich dabei besonders beeindruckt. Für ihr junges Alter muss sie unglaublich viel aushalten und steht immer wieder vor Situationen, die eigentlich viel zu groß für sie erscheinen. Trotzdem besitzt sie einen enormen Kampfgeist. Egal wie viele Rückschläge sie erlebt, sie hält an dem fest, was ihr wichtig ist. Ihre Entschlossenheit und ihr Mut haben mich wirklich berührt.
Auch die Beziehung zwischen Sarah und ihrem Großvater Henri fand ich sehr besonders. Henri erzieht seine Enkelin mit enorm viel Disziplin und verlangt ihr gerade beim Reiten einiges ab. Trotzdem hatte ich nie Zweifel daran, wie innig die Verbindung zwischen den beiden ist. Hinter seiner Strenge steckt so viel Liebe und der Wunsch, Sarah etwas mitzugeben, das sie durch ihr weiteres Leben tragen kann.
Mit Natasha hatte ich es dagegen zunächst deutlich schwerer. 🤭 Gerade am Anfang wirkte sie auf mich teilweise ziemlich kühl und distanziert und ich brauchte eine ganze Weile, um mit ihr warmzuwerden. Im Laufe der Geschichte konnte ich sie jedoch immer besser verstehen und hinter diese Fassade schauen.
Mac hatte es da bei mir wesentlich leichter. Sein Charme ist offenbar sogar durch die Buchseiten gekommen. 😂 Ich mochte ihn ziemlich schnell und besonders sein Umgang mit Sarah hat mir gefallen. Trotz aller Schwierigkeiten war er bereit, ihr eine Chance zu geben und sich auf sie einzulassen.
Auch die komplizierte Beziehung zwischen Natasha und Mac hat für mich sehr gut zur Geschichte gepasst. Zwischen den beiden ist so viel passiert und gleichzeitig merkt man immer wieder, dass ihre gemeinsame Vergangenheit und ihre Gefühle nicht einfach verschwunden sind. Dadurch hatte ich auch bei ihnen ständig das Bedürfnis zu erfahren, wohin ihre Geschichte noch führen wird.
Überrascht hat mich außerdem, wie spannend sich das Buch stellenweise entwickelt. Mit einigen Wendungen hatte ich überhaupt nicht gerechnet und Jojo Moyes hat es dadurch geschafft, mich immer wieder neu an die Geschichte zu fesseln.
Ein Aspekt, der mich besonders fasziniert hat, war die Welt des Cadre Noir. Vor diesem Buch hatte ich davon tatsächlich noch nie gehört. Umso spannender fand ich es, beim Lesen mehr über diese besondere Form der Reitkunst zu erfahren. Die Szenen rund um Sarah, Boo und das Reiten waren für mich so bildlich beschrieben, dass ich mir vieles richtig gut vorstellen konnte. Man merkt einfach, wie viel Recherche in diesem Teil der Geschichte steckt.
Generell spielen Pferde natürlich eine wichtige Rolle, aber für mich geht es in Im Schatten das Licht um noch viel mehr. Es geht um Familie und Verlust, um zerbrochene Beziehungen, Vertrauen und zweite Chancen. Vor allem aber geht es für mich darum, an etwas festzuhalten, das einem wirklich etwas bedeutet – selbst dann, wenn der Weg dorthin alles andere als einfach ist.
Genau solche Geschichten sind der Grund, warum ich Jojo Moyes so gerne lese. Sie schafft es immer wieder, mein Herz zu berühren, ohne dass ihre Geschichten für mich kitschig werden. Ihr emotionaler Schreibstil zieht mich in das Leben ihrer Figuren hinein und lässt mich mit ihnen fühlen, bis irgendwann die letzte Seite erreicht ist.
Für mich war Im Schatten das Licht deshalb eine emotionale und stellenweise ziemlich aufwühlende Geschichte über Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise kämpfen, lieben, verlieren und trotzdem weitermachen. Sarahs Mut, die besondere Verbindung zu Boo, die komplizierten Beziehungen zwischen den Charakteren und die faszinierende Welt des Cadre Noir haben mir besonders gut gefallen. Wieder einmal ein Jojo-Moyes-Roman, der mich fühlen ließ – und definitiv eine Leseempfehlung von mir. 🤍📚
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