[Rezension] Villains are Made: Der Fluch der Medusa - Julia Holz

Villains are Made: Der Fluch der Medusa

Villains are Made – Band 1 von Julia Holz

Manchmal ist man auf ein Buch noch einmal ein kleines bisschen gespannter, wenn man die Person hinter der Geschichte schon länger verfolgt. Julia Holz kenne und mag ich bereits als Buchbloggerin und als ich erfahren habe, dass sie ihren eigenen Roman veröffentlicht, war meine Neugier natürlich sofort geweckt. Umso mehr habe ich mich darauf gefreut, mit Villains are Made: Der Fluch der Medusa nun ihr Debüt zu lesen. 🤍📚

Mit Medusa hat sie sich dabei ausgerechnet eine Figur der griechischen Mythologie ausgesucht, die wohl fast jeder kennt – meistens allerdings als gefährliches Monster mit Schlangenhaaren und einem tödlichen Blick. Doch was, wenn hinter dieser vermeintlichen Schurkin eine ganz andere Geschichte steckt? Genau dieser Gedanke hat mich unglaublich neugierig gemacht. Ob mich Julias Neuinterpretation von Medusa überzeugen konnte, erzähle ich euch nach dem Klappentext. 🐍✨

Villains are Made: Der Fluch der Medusa von Julia Holz

Klappentext

Ihn zu lieben, war nie ihr Schicksal und doch will sie alles riskieren.

Islas Augen sind ihr Fluch, denn jeder, der sie ansieht, erstarrt zu Stein. Gefürchtet und gejagt wurde aus ihr ein Monster gemacht. In der Gegenwart erinnert sich niemand an Medusas wahre Geschichte. Damals zwang der Zorn der Götter sie zur Flucht, doch in Belle Haven kann sie einen Neustart wagen. An der Uni findet sie als Isla Freunde und plötzlich scheint ein normales Leben möglich zu sein. Nur verlieben darf sie sich nicht – denn niemand soll ihr Geheimnis erfahren. Und doch spürt sie diese Anziehung zu dem attraktiven Adrian, der sie besser zu verstehen scheint als sonst jemand. Die Sicherheit, die Isla sich von der idyllischen Kleinstadt versprochen hat, bekommt Risse, als seltsame Zufälle und Ereignisse sich häufen. Haben die Götter sie gefunden? Isla will Adrian vertrauen, doch durch ihre Gefühle für ihn könnte sie erneut alles verlieren.

Zwischen alten Mythen, neuen Wahrheiten und Medusas eigener Geschichte 🐍✨📚

Auf Villains are Made: Der Fluch der Medusa war ich schon vor dem Erscheinen unglaublich gespannt. Julia Holz kenne und mag ich schon länger als Buchbloggerin und umso neugieriger war ich natürlich darauf, wie mir ihr erster eigener Roman gefallen würde. Und ich kann euch schon einmal verraten: Für mich ist ihr Debüt wirklich gelungen. 🤍📚

Mit der griechischen Mythologie kenne ich mich bisher tatsächlich hauptsächlich durch das Percy Jackson-Universum aus. 🤭 Natürlich waren mir Medusa und ihre Geschichte grundsätzlich ein Begriff, aber wirklich intensiv hatte ich mich mit ihrem Mythos bisher nicht beschäftigt. Umso spannender fand ich die Idee, ausgerechnet ihr eine eigene Geschichte zu schenken und dabei einmal einen ganz anderen Blick auf die vermeintliche „Schurkin“ zu werfen.

Denn genau das hat mir besonders gut gefallen: Medusa wird hier nicht einfach als das Monster dargestellt, das Menschen mit einem Blick in Stein verwandelt. Stattdessen lernen wir ihre Geschichte kennen und erfahren, was sie erlebt hat und wie sie überhaupt zu der Person wurde, die andere schließlich fürchten. Dadurch bekommt ihr Schicksal unglaublich viel Tiefe und ich konnte vieles, was sie fühlt und wie sie handelt, sehr gut nachvollziehen.

Besonders gelungen fand ich dabei den Wechsel zwischen Medusas Vergangenheit und Islas Leben in der Gegenwart. Nach und nach setzen sich dadurch immer mehr Puzzleteile zusammen und ich wollte unbedingt erfahren, was damals wirklich passiert ist. Gleichzeitig mochte ich es sehr, Isla dabei zu begleiten, wie sie in Belle Haven versucht, endlich ein einigermaßen normales Leben zu führen. Gerade dieser Kontrast zwischen dem alten Mythos und ihrem modernen Alltag an der Universität hat für mich richtig gut funktioniert.

Überhaupt mochte ich die Verbindung aus griechischer Mythologie und modernem Setting sehr gerne. Die antiken Götter und Legenden wirken dadurch nicht wie etwas längst Vergangenes, sondern werden ganz selbstverständlich Teil von Islas heutiger Welt. Belle Haven und das Universitätsleben bilden dazu einen schönen Gegenpol und haben der Geschichte für mich zusätzlich eine ganz eigene Atmosphäre gegeben.

Auch Julias Schreibstil hat mir direkt gefallen. Die Geschichte liest sich angenehm leicht und flüssig, gleichzeitig schafft sie es aber, den emotionalen und teilweise düsteren Momenten genügend Raum zu geben. Gerade die Übergänge zwischen Islas Gegenwart und Medusas Vergangenheit fand ich wahnsinnig spannend und sie haben für mich viel zum Tiefgang der Geschichte beigetragen.

Isla selbst habe ich ebenfalls sehr gerne begleitet. Hinter ihrem Wunsch nach einem normalen Leben steckt schließlich immer die Angst, dass jemand herausfinden könnte, wer sie wirklich ist. Dieses Gefühl, sich nach Nähe und Zugehörigkeit zu sehnen und gleichzeitig niemanden wirklich an sich heranlassen zu können, fand ich sehr greifbar dargestellt.

Natürlich dürfen neben all der Mythologie auch die Gefühle nicht fehlen. 🤭 Besonders die Entwicklung zwischen Isla und Adrian hat mich neugierig gemacht, denn für Isla bedeutet es ein enormes Risiko, überhaupt jemanden so nah an sich heranzulassen. Gleichzeitig gibt es einige Wendungen, mit denen die Geschichte mich überraschen konnte und die noch einmal ordentlich Spannung hineingebracht haben.

Was mir außerdem besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist eine Freundschaft, die im Laufe der Geschichte einige Hürden überwinden muss. Gerade diese zwischenmenschlichen Beziehungen haben dafür gesorgt, dass mir die Figuren immer mehr ans Herz gewachsen sind. Neben Liebe und Mythologie spielen eben auch Vertrauen, Freundschaft und die Frage, wem man sich mit seiner wahren Geschichte überhaupt anvertrauen kann, eine wichtige Rolle.

Für mich hat Villains are Made vor allem deshalb so gut funktioniert, weil Julia Holz den bekannten Medusa-Mythos nicht einfach nur nacherzählt. Sie nimmt eine Figur, die über Jahrtausende hinweg als Monster und Schurkin bekannt geworden ist, und gibt ihr eine eigene Stimme und Geschichte. Dadurch habe ich Medusa nach dem Lesen tatsächlich noch einmal mit ganz anderen Augen gesehen.

Für mich ist Der Fluch der Medusa deshalb ein richtig gelungener Auftakt und gleichzeitig ein Debüt, das mich positiv überrascht hat. Die Mischung aus Mythologie, modernem Setting, Freundschaft, Gefühlen und einigen unerwarteten Wendungen hat mir wahnsinnig gut gefallen. 🤍

Ich kann euch das Buch auf jeden Fall empfehlen und bin nach diesem ersten Band sehr gespannt darauf, welchen vermeintlichen Schurk:innen Julia Holz in den nächsten Teilen ihre eigene Geschichte schenken wird. ✨📚

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